Die Sommerhitze und ihre Folgen…

Mittlerweile erleben wir bereits die vierte Hitzephase in diesem extremen Sommer und seit Wochen haben wir keinen nennenswerten Regen mehr gehabt!

Unsere schweren und tonreichen Böden sind dabei ein Vorteil, denn sie sind in der Lage, Wasser besser und länger zu speichern,  als  das bei leichten Sandböden der Fall ist.
Deshalb leiden unsere Kulturen nicht ganz so stark, wie andernorts. Trotzdem lechzen alle Pflanzen nach Wasser.

Der Mais hat sich ganz gut gehalten, bräuchte aber für die Ausbildung der Kolben jetzt dringend Wasser.
Auch unser Sojafeld sieht noch ganz „gut in Schuss“ aus, die Blätter sind noch sattgrün und die vielen Schoten beginnen sich zu füllen. Aber auch sie benötigen für die Bildung der Körner Wasser.
In den Bereichen, wo das Feld an den Wald grenzt, sieht man eindrücklich, wie stark und wieweit die Bäume mit ihren Wurzeln die letze Bodenfeuchte herausziehen und diese dann den Sojapflanzen fehlt.

 

Auch im Futterbau zeigen sich die Folgen der Trockenheit.
Einzig die widerstandsfähige Luzerne hat noch namhafte Halme gebildet und ein wenig Rotklee konnte sich noch etablieren. Vom Weissklee hingegen ist praktisch nichts mehr zu sehen. Deshalb hat der dritte Schnitt unserer reinen Kleewiese nur noch einen mässigen Ertrag gebracht. Weil die Trocknungsanlage ferienbedingt nicht verfügbar ist, pressen wir ausnahmsweise Siloballen. Diese nimmt uns der Pellets-Abnehmer noch so gerne ab, auch wenn es von den zwei  Hektaren gerademal neun Ballen gibt.

 

Aber auch an der Technik zeigen sich die Folgen der anhaltenden Trockenheit.
So ist die Abnutzung der Werkzeuge am Grubber deutlich stärker, als üblich und wir müssen sie bereits wieder ersetzen, damit ein vernünftiges Arbeitsergebnis gewährleistet ist.

alt

neu

alt gegen neu

Flügel-Vergleich

Unseren Küken, die inzwischen bereits Hühnchen geworden sind, ist Hitze und Trockenheit hingegen egal.
Sie sind ohnehin noch im warmen Stall. Wir können aber immerhin Heizkosten sparen…

In knapp drei Wochen dürfen sie dann aber auf die Weide und dann würden auch sie sich über etwas frisches Grün freuen…